Maritimes Shirt mit Covernaht

Maritimes Shirt mit Covernaht

Dinge, die ich beim Nähen nicht tun sollte

Dinge, die ich beim Nähen nicht tun sollte:
1. „Mal eben schnell“ was nähen und sei es auch noch so leicht -> es geht IMMER daneben.
2. Den Faden-/ Musterlauf checken, und kurz vorm Zuschneiden doch nochmal den Stoff drehen, weil man von der anderen Seite aus besser arbeiten kann, ohne nochmaliges Checken des Musterverlaufs.
(Ergebnis siehe Punkt 1)
3. Zuschneiden und nähen, wenn man eigentlich müde und unkonzentriert ist, man aber unbedingt nähen will. (Ergebnis siehe Punkt 1)
4. „Mal eben“ das Schnittmuster in der richtigen Größe ausschneiden. (Ergebnis siehe Punkt 1)
5. Beim Zuschneiden die eine Seite vom „restlichen Stoff“ vom Zuschneidetisch hängen lassen (zumindest wenn der Rest Größer als 1m ist, hat nämlich was mit Erdanziehungskraft zu tun) (Ergebnis siehe Punkt 1)
6. ….

Wahrscheinlich kann der Ein oder Andere von euch diese Liste noch ergänzen, oder? 😉

Mein heutiges Shirt ist eine Kombination aus Punkt 4, 3 und 5, mit dem Ergebnis aus Punkt 1, aber, ich mag es trotzdem. Beim Zuschneiden des Papierschnittmusters habe ich das Rückenteil nicht an der Bruchlinie zugeschnitten, sondern an der Umrandung der Seite. Das kommt davon, wenn man eigentlich müde und unkonzentriert ist. Zwischen der eigentlichen Bruchlinie und meiner „Bruchlinie“ lagen somit knappe 1,5cm. Wenn man nun so das Rückenteil zuschneidet, hat das ganze Rückenteil eine Mehrweite von knappen 3 cm, was erklärt, wieso mein Rückenausschnitt so breit ist, und mir mein Shirt oben von den Schultern rutscht (ich kann es jetzt auch als one Shoulder tragen). Natürlich war das gute Stück dann an beiden Seiten auch zu groß und ich hab mich schon gewundert, wieso ich es enger nähen musste…..

Wenn dann zusätzlich auch noch der restliche Stoff vom Zuschneidetisch einfach runterhängt, entsteht ein leichter Zug an dem Stoff, inklusive dem Teil, der auf dem Tisch liegt und auf die Schere wartet. In meinem Fall ist das Ergebnis, dass durch den Zug am Stoff, der Rückenausschnitt ca. 2 cm tiefer ist, als eigentlich vorgesehen ….. Somit muss jetzt mein Rücken entzücken.

Nähtechnik

Nun noch ein kleiner Ausflug in die Nähtechnik inklusive Covernaht:
Das Shirt wird sowohl am Halsausschnitt, als auch unten am geschwungenen Saum mit Beleg gearbeitet. Das erleichtert das Säumen natürlich ungemein, denn einen runden Saum umzulegen kann schon knifflig sein, spätestens wenn der Saum dann aber geschwungen ist, klappt es nicht mehr. Die Belegvariante hat aber den großen Vorteil, dass man mit der Coverlock schön innen am Belegrand entlang covern kann, und man so eine tolle Ziernaht, immer im richtigen Abstand, außen hat.

Ganz toll kann ich mir das auch mit mehrfarbigem Garn in der Covernaht vorstellen… Das muss ich unbedingt mal
testen.
Also, bis bald ihr Lieben

Annika

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