Dieser Artikel ist ein Beitrag von unserer langjährigen Kursteilnehmerin Jana Trautmann - vielen Dank, liebe Jana
Nähen ist das wunderbarste Hobby der Welt. Und es macht Spaß, diese Leidenschaft mit Gleichgesinnten zu teilen. Darum sehen wir in den sozialen Medien, bei Facebook, Insta und Co, häufig Bilder, die inspirieren sollen. Oft möchte der Schneider auch einfach nur voll Stolz zeigen, was er geschaffen hat - das kennen wir alle.
Leider kennen wir auch alle die Situation, dass wir auf ein gemachtes Bild schauen und uns denken, dass die Schönheit gar nicht richtig eingefangen wurde. Die Details bedauerlicherweise nicht zur Geltung kommen. Oder farblich alles irgendwie weniger strahlt.
Das Gleiche passiert uns auch im Urlaub - es gelingt selten, die Stimmung mit Fotoapparat oder Handy einzufangen.
Daher ist es für passionierte Näherinnen und Näher durchaus von Vorteil, sich mit der Fotografie an Handy oder Kamera intensiver auseinanderzusetzen. Umso schöner, dass Brinja als Fotografin uns den umfangreichen Fotokurs beschert hat. Zum 10-jährigen Courleys-Jubiläum im Monat Mai 2026, vor unser aller Urlaub, gibt es den Fotokurs zum absoluten Angebotspreis von 99€.
Worum es in dem Kurs genau geht, zeige ich Dir gern etwas später, erstmal möchte ich darauf schauen, wie sich MEINE Bilder verändert haben.
Flatlays
Ich habe mich im Laufe der Jahre immer mehr mit der Fotografie meiner Nähwerke beschäftigt, da ich genau die oben genannten Probleme hatte. Für diesen Beitrag habe ich mal meine Festplatte durchforstet und uralte Fotos hervorgekramt, um dir die Unterschiede aufzeigen zu können.
Angefangen zu nähen habe ich mit Halstüchern und Pumphosen für meinen damals 2,5-jährigen Sohn. Ich war so verdammt stolz, dass ich diese mit anderen Menschen teilen wollte. Und so habe ich das Halstuch kurzerhand fotografiert.
Ein dunkles Halstuch auf dunklem Untergrund war sicherlich nicht die beste Wahl. Über die miserable Ausleuchtung müssen wir wahrscheinlich gar nicht erst reden ...
Beim folgenden Foto ist der neutrale Untergrund zwar besser gewählt, die Ausleuchtung und Anordnung lassen jedoch zu wünschen übrig ...
Mit der Zeit habe ich mich mehr mit Flatlays beschäftigt, sodass die Ergebnisse deutlich ansprechender aussahen und das Genähte im wahrsten Sinne des Wortes in besseres Licht gerückt wurden.
Bei der grünen Kombi habe ich ganz anders agiert: Der Untergrund ist angenehm neutral, das Licht gleichmäßig, die Anordnung gefälliger, wie aus der Bewegung, und ein paar dekorative Elemente (Prompts) – in diesem Fall passend zum Roboter ein paar Zahnräder – runden das Foto ab.
Outdoor-Flatlays sind durchaus auch möglich. So habe ich dieses Trikot in unserem Garten in der Nähe des Fußballtors zusammen mit einem Ball arrangiert.
People- und Detailfotografie
Abseits von Flatlays stellt sich natürlich immer die Frage, wie man insbesondere Kinderkleidung gut darstellen kann, ohne das Kind selbst der ganzen Welt zu präsentieren. Mir selbst ist es zumindest nach wie vor wichtig, meinen Sohn nicht im Internet zu zeigen.
In diesem Fall habe ich das Ganze mit einer passenden Beanie und gesenktem Kopf umgesetzt. Vorher gab es schon hier und da mal einen Smiley mitten im Gesicht. Geht auch, klar, aber cooler zeigt sich Sohnemann natürlich in der Pose mit Kopf unten.
Ich möchte dir noch ein weiteres nicht optimales Foto aus meiner Anfangszeit zeigen. Ich wollte meine erste genähte Tasche unbedingt zeigen – dabei herumgekommen ist ein Foto mit einer zwar recht gelungenen Ausleuchtung, da ich die Tasche gegenüber einer Glas-Terassentür platziert hatte, aber der Hintergrund ist denkbar schlecht gewählt.
Oder hätte zumindest unscharf dargestellt werden müssen.
Dass man eine Tasche auch deutlich anschaulicher präsentieren kann, zeigt das folgende Foto. Die Tasche steht eindeutig im Mittelpunkt, während die Person leicht unscharf in den Hintergrund gerückt ist. Zugleich kann sich der Betrachter ein Bild von der Taschengröße machen.
Beim folgenden Foto weiß der Betrachter gar nicht, was hier genau gezeigt werden soll (kleiner Hinweis: es ging um die selbstgenähte Mütze).
Das Licht unter dem bewölkten Himmel ist zwar stimmig, der Hintergrund und Bildausschnitt sind es jedoch überhaupt nicht. Zuviel Ablenkung, und das wenigste im Bild ist eigentlich die Mütze.
Details kann man auch bei getragenen Nähwerken deutlich besser in Szene setzen, indem man sich für einen neutrale(re)n Hintergrund und einen Ausschnitt entscheidet.
Personen gekonnt ins Bild setzen
Es braucht auch gar nicht unbedingt die perfekte Location für ansprechende Fotos – ein Stück Mauer kann schon ausreichen.
Das sehen wir ja auch immer wieder an Dennis von Courleys.
Ein Parkhaus an einem Sonntag wurde für mich zu einem perfekten Ort für ein Fotoshooting.
Ein in der Wohnung aufgehängter Stoffhintergrund kann für eine ruhige Atmosphäre sorgen:
Auch sogenannte „Störer“ (darauf wird im Kurs detailliert eingegangen) können ein Foto interessant gestalten. Hier nimmt man auf jeden Fall die Stimmung mit.
Kleidung auf einer Schneiderpuppe fotografieren
Zum Abschluss möchte ich dir noch einen Vergleich zeigen.
Es handelt sich um dasselbe Foto, allerdings einmal ganz normal aufgenommen (links): der Hintergrund ist so dominant, dass das Sweatshirt-Sakko überhaupt nicht zur Geltung kommt. Zudem ist die an sich weiße Schneiderpuppe nikotingelb geraten.
Auf dem mittleren Foto ist der Hintergrund unscharf, wodurch das Nähwerk in den Fokus rückt, die Farben wurden korrigiert und der Bildausschnitt angepasst.
Das rechte Bild ist mit einer App gestaltet, die das Sakko perfekt freigestellt und vor einem neutralen Hintergrund platziert hat (die verwendete App wird im Kurs vorgestellt und erklärt).
Du siehst also, dass man auch im Nachhinein noch einiges aus Fotos herausholen kann, indem man diese mit Bildbearbeitungsprogrammen oder einer Handy-App ein wenig bearbeitet. Wenn du Spaß daran hast, dich intensiver mit Fotografie und Bildbearbeitung auseinanderzusetzen, solltest du das aktuelle Angebot nutzen und in den „Fotokurs für deine Nähwelt“ eintauchen!
Worum geht es jetzt genau in diesem Kurs?
In diesem Kurs nimmt dich Brinja mit Leichtigkeit und Logik in Ihre Welt der Fotografie und bringt dir folgende Themen näher:
- Warum ein gutes Foto wichtig ist
- Schwierigkeiten beim Fotografieren
- „Unfotogenität“, Posing und andere Unwägbarkeiten
- Selfies, Flatlays, Curvy, Kinder ohne Erkennung, coole Männer, feminine Frauen, Bewegungsbilder, Modelle auf Schneiderpuppen, Darstellung verschiedener Situationen, uvm.
- Umgang mit mangelndem Selbstbewusstsein und Selbstzweifeln
- Bildwirkung, Motiv-Verteilung, Farbanordnung und Umgebung
- Praxisbeispiele an genähten Designs
- Stimmungen einfangen
- Handy Technik UND manuelle Fotografie
- Das Zusammenspiel von Licht und Farbe
- Bildbearbeitung für alle
- Rechtliches, Datenschutz
Handouts zum Nachlesen vervollständigen den Kurs, sodass du im Anschluss in der Lage sein wirst, das Gelernte umzusetzen. Du wirst deine Fotos mit ganz anderen Augen betrachten und deine selbst genähten Hoodies, Handtaschen und Quilts künftig gekonnt in Szene setzen. Egal ob du mit dem Handy oder einer professionellen Systemkamera fotografierst – alles hat seine Vor- und Nachteile, die in diesem Kurs intensiv besprochen werden.
Ich wünsche Dir viel Spaß mit dem Kurs! Für mich hat sich das Fotografieren der genähten Werke inzwischen fast wie zu einem eigenen Hobby entwickelt.
Und warum ist das genau heute für Dich so wichtig?
Weil die Urlaubssaison vor der Tür steht und du das Wissen aus dem Kurs so toll eben auch in Deinem Urlaub umsetzen kannst.
Bis bald,
Deine Jana
Zum Fotokurs




