Farben kombinieren Folge 3

Farben kombinieren, Teil 3

Welche Farbe passt zu mir?

Den richtigen Typ finden

Um herauszufinden, welche Farbe passt, muss man erstmal heraus finden, welcher Typ man selbst eigentlich ist. Von der Wirkung her gibt es nämlich die unterschiedlichen Jahreszeitentypen Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Während der Wintertyp eher typisch dunkelhaarig ist, ist der Sommertyp eher hell unterwegs – und dann gibt es natürlich Schattierungen, die eine individuelle Farbberatung unumgänglich machen. Um aber zumindest einen Anhaltspunkt und einen Einblick zu erhalten, kann man einen sogenannten Typentest machen.

Man mache also einen Typentest, und dort werden so Fragen beantwortet, die sich im wesentlichen mit der Unterscheidung des natürlichen Ausshens befassen, also den Farben von Haaren und Augen, dem Hauttyp oder ob zB sichtbare Sommersprossen vorhanden sind. Heraus kommt eine Typenkonstitution mit einer Farbpalette, die passend zu dem auserkorenen Typ ist

Das Testergebnis

Die gewählten Farben sind dann Schattierungen aus dem Ittenschen Farbrad (wir erinnern uns – Thema Komplentärfarben, Folge 2 ), und somit weiss man nun, was einem steht und was nicht. Zumindest nach den Antworten der Fragen, die man soeben abgegeben hat.

Der Farbkreis und der Individualismus

 

Ich bin nach dem Test der Frühlingstyp, mag aber die Herbstfarben viel lieber. Und spätestens jetzt sind wir im Bereich Individualität, Geschmack und Kombinationsgeschick. Denn vielleicht ist es ja so, dass ich z.B. Coral-rot ganz großartig finde, darin aber aussehe, als wäre ich gestern verstorben. Oder ich finde vielleicht hell rot total bekloppt, dabei macht mich das vielleicht zum Hottie! Darum kann ich nur empfehlen – wenn Ihr Farben habt, haltet sie Euch mal an, schaut Euch mal an, drinnen vor dem Spiegel, aber auch draußen, am besten vor dem Spiegel. Es werden sich bestimmt erstaunliche Dinge auftun, ihr werdet überrascht sein, was toll aussieht und was vielleicht eher verschenkt werden sollte. Nochmal zum Thema wo und wann betrachte ich am besten Farben? Die Antwort ist ganz eindeutig draußen und zwar um die Mittagszeit! Warum? Weil dann, bei normaler Wetterlage, draußen sogenannte Normlichtfarbe herrscht. Das ist eine Lichtfarbe, unter der alle Farben so wirken, wie sie tatsächlich sind und keinen Farbstich haben. Jede Lichtquelle hat eine andere Farbtemperatur und somit eine andere Lichtfarbe. Wer hatte denn noch nie das Problem, dass man sich ein schickes Teil gekauft hat und als man aus dem Laden kommt und es draußen nochmal anschaut, feststellt,  dass die Farben auf einmal ganz anders aussehen. Und warum sehen eigentlich Farben am Monitor, wenn ich einen coolen Stoff shoppe, meist anders aus als wenn ich diesen dann daheim in der Hand halte? Einfach weil alle Arten von digitalen Ausgabegeräten (Bildschirm, Handy, Tablet, Fernseher etc.) im Rot/Grün/Blau (RGB) Farbmodus arbeiten und dieser deutlich größer ist als Farbräume für z.B. den Druck, in dem die Stoffe hergestellt werden. RGB-Farben sind Lichtfarben und scheinen somit viel leuchtender und brillianter als Druckfarben.

So zurück zum Farbtest. Wenn man dann die Farben gefunden hat, die am Oberkörper tragbar sind, – denn ja, je weiter oben es getragen wird, desto mehr wirkt es natürlich an uns – dann nutzt Euer Wissen für die Komplemantärfarben aus den letzten Beiträgen. Was passt gut zusammen? Was wirkt warm, was kalt? Was wirkt freundlich, was spritzig und was eher dumpf und vielleicht alt? Zusätzlich könnt ihr euch an folgenden Farbharmonien orientieren, die für unser Empfinden harmonisch wirken:

  1. Ton-in-Ton Harmonie
    • Farben eines Lichttones, zB blau in unterschiedlichen Abstufungen
  2.   Nachbarschaftharmonie
    • Farben, die im Lichtkreis nach Itten nebeneinander liegen, zb Blau und grün
  3. Bunt-Unbunt-Harmonie
    • Farbtöne kombiniert mit schwarz / weiß / grau

Heute entlasse ich Euch mit einem kürzeren Bericht zum unserem Monatsthema „Farben kombinieren“. Ihr meint, wir sind damit am Ende? Noch lange nicht ;O)))

Schau gern noch auf unseren letzten Teil zu dem spannenden Thema “Farben kombinieren”, denn darin geht es um die richtige Farbe zum richtigen Anlaß