Hüttenzauber in der Schweiz – Overlockkurs

Hüttenzauber in der Schweiz

Beim Durchforsten meiner Bilder im Handy fielen mir gerade diese hier in die Hände. Geht es Euch auch so, dass man gaaaaanz viel fotografiert, aber dann mitunter erst wieder an die Dinge denkt, wenn man Wochen und Monate später durch Zufall über die Bilder fliegt?

Nun ja, als ich im letzten Jahr in der Schweiz von einem Laden engagiert war, um dort 4 Tage mein marginales Wissen zu verbreiten, wollte die Inhaberin gern, dass ich mit Ihren Kunden ein Projekt nähe. Projektkurse sind jetzt nicht meine Lieblingskurse, denn der eine ist schnell, ein anderer langsam; einer schon sehr weit im Wissen um seine Maschine, eine anderer ganz am Beginn; einer geduldig und ein anderer weniger! Mir ist es ja in erster Linie wichtig,  dass nach meinen Kursen alle ganz viel über Ihre Maschine wissen, welche Naht für welchen Stoff, welche Einstellung dazu, etc pp! Ein Projekt ist da eher kontraproduktiv, denn hier hat man höchstens einen Stoffart, max 2, und wieviele Nähte nutzt man an einem Teil, ohne alles zu überfrachten? Ein Shirt?  (alle unterschiedlcihe Größen, ich kann nichts vorbereiten, und zuschneiden im Kurs dauert ewig. Bringen alle alles zugeschnitten mit, ist es vielleicht bei einer verkehrt!). Kinderpulli? (vielleicht hat einer keine Kinder, hätte aber gerne welche gehabt!)… so kreisten meine Gedanken um das gewünschte Projekt.

Nun ja, die älteren Semester, wie ich, kennen noch die eine Dame aus irgendeiner Reality-Shop, die einen Spruch brachte, den dann ein Baumarkt als Slogan nahm: Geht nicht, gibt´s nicht!

Wir nähten Kissen! Aus 4 unterschiedlichen Materialien: Organza, Baumwolle, Stretchsamt, und Satin. Eine wahre Aufgabe, denn geht nicht, gibt´s ja nicht!

       

Wir haben gekräuselt, gepaspelt, gerüscht, Bänder eingezogen, den Differential genutzt, die Flachnaht getestet, den Spitzenfuss genutzt, den Gummibanadfuss einsetzen müssen, Decorgarne verwendet, unnd lauter Schweinereien gemacht, von denen die meisten Kursteilnehmer nicht mal wussten, dass Ihre Maschinen solche Dinge können. Und was soll ich sagen? Nein, wir sind nicht alle fertig geworden, und ja, einige waren schneller und weiter – aber alle hatten Spass! Und ist es nicht das, was im Leben zählt? Warum wir tun sollten, was wir planen zu tun? Um Spass zu haben?

       

Mir war es eine Ehre, und mir hat es mit den Schweizern und mit der Ladeninaberin so viel Freude bereitet, dass ich dieses Jahr direkt wieder hinfliege. Gar nicht mehr lange – nur noch 4 Wochen. Dann gibt es wieder Käsefondue ;O))))))))

Ich freu mich auf Euch

Manu

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